Karolina Petrova Schauspielerin und Sängerin

LIEBE.WAHR.JETZT

Eine szenische Videoinstallation

Zwei Schauspielerinnen richten ihre Handlungen auf eine Videoinstallation aus, die wie ein Spiegel funktioniert aber das Setting auch um einen gemeinsamen Handlungsraum erweitert. Die Genregrenzen von bildender Kunst, Theater und Film werden dabei produktiv überschritten. LIEBE. WAHR. JETZT beleuchtet die ambivalente Gefühlswelt zweier Frauen, die heute durch Selbstreflexion, Wahlfreiheit und Selbstoptimierung hervorgebracht wird und fragt nach aufrichtigen Formen der Liebe.

Die erfolgreiche Rechtsanwältin Katharina und die Fotojournalistin Riva diskutieren über die Liebe, über Aufrichtigkeit und Entwicklung und bewegen sich zugleich in der Isolation ihre perfektionistischen Lebenskonzepte. Dabei versuchen sie in permanenter Selbstreflexion ihrem Bild von sich gerecht zu werden und verlieren dabei die Selbstverständlichkeit im Umgang mit dem Realen.

In dieser szenischen Video-Installation agieren die Schauspielerinnen in räumlich begrenzten Arealen, die durch den Fokus einer jeweils auf sie gerichteten Kamera bestimmt sind. Diese Kameras sind mit zwei Projektoren direkt verbunden. Ihre Aufnahmen werden von hinten, seitenverkehrt, auf eine Projektionsfläche übertragen. Diese Rückprojektionsleinwand hängt zwischen den zwei Handlungsräumen, nah vor dem Publikum. Die zwei projizierten Direktübertragungen überschneiden sich auf der Leinwand in der Mitte. So wird ein virtueller gemeinsamer Handlungsraum erzeugt.

Wie der Tschawo Sarah singen hörte

Eine musikalische Liebesgeschichte

Der arme Romajunge Tschawo ist in die reiche Kaufmannstochter Sarah verliebt, doch die ist längst einem anderen versprochen. Tschawo will König werden, um Sarah zu erobern, aber das ist gar nicht so einfach für einen armen Löffelschnitzer. Seine Mutter rät ihm, die sieben Welten zu durchwandern, von deren Existenz er bisher gar nichts wusste. Und so macht sich Tschawo auf den Weg in ein großes Abenteuer, bei dem ihm auch ein Einhorn begegnen wird. Nach Motiven eines Romamärchens und eines jüdischen Märchens aus dem alten Prag, mit Puppen-und Schattenspiel.

Es singen, spielen und erzählen in verschiedenen Rollen: Paul Hoorn, Karolina Petrova, Matthias Manz

Für Menschen ab 6 Jahren

Just a little bit Racist – reloaded

16 Fragmente über Fremdsein – Theater La Lune

»Haben Sie überhaupt ein Recht in Deutschland zu sein?«, fragt ein Russlanddeutscher eine Ägypterin, kurz bevor er sie mit 16 Messerstichen im Landgericht Dresden tötet. Wie geht die Öffentlichkeit mit dem Fall um? Anlass zur Revolte, zur Anklage, aber auch zur Selbstreflexion.
Fragmentarisch werden jene deutschen Realitäten durchleuchtet, in denen ein solcher Mord möglich und kein Einzelfall war.
In einem dichten Geflecht aus Meinungen, Schuld und Verantwortung kommen wir immer wieder dem kleinen Rassisten in uns selbst auf die Spur. Ohne Selbstkritik keine Veränderung!

Schauen Sie rein!

Es spielen: Karolina Petrova und Julianna Herzberg/Veronika Steinböck, Regie: Veronika Steinböck